Dermatologie

Dr. Christian Icke  
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SOP Anästhesie in der Dermatologie



Allgemeine Bemerkungen

Das Durchführen einer Allgemeinanästhesie in den Außenbereichen unterscheidet sich nicht von anderen Anästhesiearbeitsplätzen im Klinikum. Aufgrund der externen Lage ergeben sich jedoch einige Besonderheiten, denn genau diese räumliche Trennung zum Zentral-OP bzw. jedem anderen Anästhesiearbeitsplatz erfordert eine besondere Patientenbetreuung. Um diesem Umstand sowohl fachlich als auch juristisch gerecht zu werden, ist in diesen Bereichen Facharztstandard notwendig.    


Verhalten im Notfall

In Abhängigkeit vom Notfall muss der narkoseführende Anästhesist über die zu ergreifenden Maßnahmen entscheiden. Hilfe kann über das Reanimationstelefon (Tel. 4444) gerufen werden. Ebenso ist die Op-Koordination (Tel. 6989) zu informieren. Bis zum Eintreffen des Reanimationsteams vergehen aber mindestens 5 - 10 min. In dieser Zeit ist der Anästhesist auf sich allein gestellt. 


Das Spektrum der Erkrankungen konzentriert sich vor allem auf Melanome und größere Exzisionen bzw. Rekonstruktionen bei anderen malignen Tumoren. Neben Erwachsenen werden auch Kinder zur Exzision von Hauttumoren, zur Dermabrasion oder Lasertherapie in Allgemeinanästhesie behandelt. Das Altersspektrum liegt also weit gestreut, und daraus resultieren auch die Komorbiditäten. 

 


Besonderheiten

  • Ausstattung im Op-Saal 
    • Narkosegerät Sulla 808V mit integriertem Monitor (identisch dem der Strahlenklinik)
    • Anästhesiewagen und die Medikamente entsprechen der Ausstattung im ZOP (Dantrolen ist NICHT vorhanden; muss im Notfall aus dem HNO-Op bezogen werden)
    • Eschmann-Stab und eine Fastrach-Intubationslarynxmaske befinden sich im Anästhesiewagen
    • für Kindernarkosen muss der Kinderanästhesiewagen aus dem ZOP organisiert werden
    • Ein Defibrillator befindet sich im Eingriffsraum selbst, ein weiterer am Übergang zum Hauptgebäude.
  • Prämedikation entsprechend unseres Standards.
  • Narkoseführung 
    • TIVA oder
    • balancierte Anästhesie mit Sufenta und Desfluran
    • Relaxantien dürfen verwendet werden
  • Postoperative Betreuung in absteigender Reihenfolge im Aufwachraum der HNO oder des ZOP
  • Schmerztherapie ensprechend dem Aufwachraumschema.


Laserchirurgie (Länge der Eingriffe von 20 Minuten bis 1 h) 

  • Für die Lasertherapie gutartiger Veränderungen (Gefäßtumore, pigmentierte Hautveränderungen, benigne epitheliale Tumore, Neurofibromatose etc.) sind außer im peri- und enoralen Bereich keine wesentlichen Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Für Eingriffe im peri- oder enoralen Bereich siehe SOP Laserchirurgie in der HNO.
  • Die Beatmung mit reduzierter FiO2 ist dennoch ratsam.


Tumorchirurgie

  • OP häufig in Bauchlage
  • Auslagerungen der Extremitäten (SLNE)
  • tiefergehende Informationen sind auf der Homepage des HELIOS Hauttumorzentrumserhältlich.





Akne inversa - Therapie

  • weiträumige Resektionen axillär, inguinal, genital
  • plastische Rekonstruktionen
  • Auslagerung der Extremitäten, oft Steinschnittlagerung

SOP Kopfdaten

Version
2
Gültigkeit
01. Jul. 2013
Alle anzeigen: HK Erfurt
Bereich
Ärzte
Autor/en
Dr. Christian Icke

Changelog

01.07.2009: SOP neu erstellt
01.07.2011: SOP überarbeitet (Dr. Christian Icke)