Sattelblockade

Alexander Runge  
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Sattelblockade

Definition

·         Beim Sattelblock beschränkt sich die Anästhesieausdehnung auf das Perineum. Ausgeschaltet werden nur die sakralen Segmente (S1-5)

Indikationen

·         Operationen am Anus, z.B. Perianalabszesse o.ä.

·         ACHTUNG: die Vulva liegt nicht mehr in diesem Bereich (L1)

Vorbereitung

·         siehe SpA

Durchführung

·         Lagerung des Patienten: Patient sitzt auf dem OP-Tisch (gerade Unterlage); die Füße werden durch einen Hocker gestützt; Hüftgelenke, Knie- und Sprunggelenke stehen im rechten Winkel

·         Tasten des Beckenkammes (entspricht LWK4 bzw. LWK3-LWK4)

·         Punktionshöhe ist L4/5

·         gründliche Sprühdesinfektion mit Cutasept® über 3 Minuten. Dabei darauf achten, dass während der Desinfektionsmitteleinwirkzeit das Hautareal ausreichend feucht ist.

·         Lokalanästhesie wie bei PDK

·         horizontale Punktion zunächst mit der Führungskanüle (vollständiges Einführen bis auf Hautoberfläche). Anschließend wird die Spinalkanüle mit Mandrin eingeführt. Auffällig ist der Widerstand des Ligamentum flavum.

·         Nach Erreichen des Subarachnoidalraums wird der Mandrin entfernt. Hier wird darauf geachtet, dass Liquor zurückkommt. Der Liquor muss klar sein.

·         Falls der Subarachnoidalraum noch nicht identifiziert werden konnte, muss für den weiteren Spinalkanülenvorschub der Mandrin wieder eingeführt werden.

·         Barbotage -> Schlierenbildung durch Liquor im Lokalanästhetikum

·         Applikation von 0,5 - 1 ml Bupivacain 0,5 % hyperbar langsam injiziert. (Das langsame Injizieren ist notwendig, um Verwirbelungen des Lokalanästhetikum zu vermeiden.) Bei richtiger Technik bleibt die Beinmotorik erhalten.

·         Im Anschluss bleibt der Patient 15 min sitzen, um eine Blockade der sakralen Segmente zu erreichen

 

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