Hygienestandards Regionalanästhesie

Hygienestandards Regionalanästhesie

Michael Olbrecht  
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Hygienestandards Regionalanästhesie

 

Vorbereitung des Behandlers

a)

Unterarmen sind vor Punktionen abzulegen, um eine ordnungsgemäße

Händedesinfektion zu ermöglichen.

b) Händedesinfektion:

Händedesinfektionsmittel ist als die wichtigste Einzelmaßnahme obligatorisch.

Die Einwirkzeit beträgt bei alkoholischen Präparaten in der Regel 30 Sekunden.

c) Mund-Nasen-Schutz, Haube, Kittel, sterile Handschuhe: Das Tragen von

Haube und frischem Mund-Nasen-Schutz wird für alle an der Punktion beteiligten

Personen grundsätzlich empfohlen. Die punktierende Person muss sterile

Handschuhe tragen. Ein steriler Kittel muss bei Anlage kontinuierlichen

Katheterverfahren getragen werden.

3. Die Vorbereitung des Patienten erfolgt nach hygienischen Standards: Ist aus technischen Gründen eine Haarentfernung erforderlich, sollte

a) Rasur

diese mittels „Clipper“ erfolgen.

b) Entfetten und Säubern der Haut: Das Entfetten der Haut wird nicht empfohlen,

eine Säuberung nur bei sichtbarer Verunreinigung.

c) Hautdesinfektion: Die Desinfektion erfolgt im Idealfall mit einem alkoholischen

Desinfektionsmittel in Kombination mit einer Wirksubstanz mit Remanenz

(Langzeitwirkung, z.B. Chlorhexidin oder Octenidin). Die Einwirkzeit beträgt für

geeignete, derartige Präparate 2 Minuten bei talgdrüsenreicher Haut. Danach

sollte man die Haut trocknen lassen und nicht durch einen Desinfektionsmittelsee

punktieren.

d) Abdeckfolien: Empfohlen werden großflächige selbstklebende Lochtücher und

großzügige sterile Arbeitsflächen, um ein großzügig bemessenes steriles Feld um

die Punktionsstelle zu schaffen.

4. Eine spezifische Antibiotikaprophylaxe ist nicht erforderlichspeziell bei der Durchführung einer Regionalanästhesie

Antibiotikaprophylaxe

wird nicht empfohlen. Das Vorziehen einer ohnehin geplanten (perioperativen)

Antibiotikagabe kann sinnvoll sein.

5. Medikamente und Material

a) Medikamente: Es werden nur frisch angesetzte Medikamentenlösungen aus

unmittelbar zuvor erstmalig geöffneten Behältnissen verwendet (keine „multidose“-

Behälter).

b) Material: Es werden nur Einmalartikel zur Punktion und Katheteranlage

eingesetzt.

6. Auch ultraschallgesteuerte Punktionen müssen aseptischen Kautelen genügenDer Schallkopf muss mit einer geeigneten sterilen Hülle versehen

Schallkopf:

werden. Es darf nur steriles Ultraschallgell oder andere sterile Flüssigkeit zur

Verbesserung der Schallqualität benutzt werden.

7. Geeignete Verbandstechnik und Fixierung sind wichtiger Infektionsschutz

a) Fixierung: Katheter und Konnektionsstellen müssen sicher fixiert werden. Für

eine Annaht von Kathetern gibt es keine infektionspräventive Evidenz.

b) Verband: Der sterile Verband wird in aseptischer Applikationstechnik angelegt.

Ein Verbandswechsel sollte nur erfolgen, wenn erforderlich (Verband lose, feucht

oder schmutzig).

müssen hygienischen und arzneimittelrechtlichen

Anforderungen genügen

Die hygienische Händedesinfektion mit einem geeignetenSchmuck, Uhren, Freundschaftsbänder und jegliche Ringe an Händen underfolgt nach Hygienestandards

olgen, wenn erforderlich (Verband lose, feucht

oder schmutzig).

müssen hygienischen und arzneimittelrechtlichen

Anforderungen genügen

Die hygienische Händedesinfektion mit einem geeignetenSchmuck, Uhren, Freundschaftsbänder und jegliche Ringe an Händen underfolgt nach Hygienestandards

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