ITS: Hypotheramie Hot

Michael Olbrecht  
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Milde therapeutische Hypothermie nach CPR mittels invasiver Kühlung (Coolgard)

 

Positive Effekte der Hypothermie:  

  • Minderung des cerebralen Sauerstoffbedarfs in minderperfundierten Gehirnarealen
  • Minderung der Exkretion neuroexzitatorischer Transmitter wie Glutamat, Vermeidung einer Gewebsazidose
  • Hemmung der Wirkung postanoxisch freigesetzter freier Radikale und
  • inflammatorischer Zytokine
  • Reduktion des Gewebsödems 

Negative Effekte:

  • Bradykardie und Hypotonie
  • Erhöhte Infektionsneigung
  • Muskelzittern mit erhöhtem O2-Verbrauch

Wer kommt in Frage?

  • Überlebende einer prähospitalen Reanimation aufgrund eines beobachteten
  • Kammerflimmerns, die bei Einlieferung kein Bewusstsein aufweisen.
  • Überlebende einer intrahospitalen Reanimation, die bei Aufnahme auf die Intensivstation kein Bewusstsein aufweisen.

Wer kommt nicht in Frage?

  • Patienten mit Trauma und anderer schwerer Blutung Pat. mit und nach Gabe von hochdosierten Thrombozytenaggregationshemmern dagegen können eine Hypothermie erhalten.

Wie tief und wie lange muss gekühlt werden?

  • Beginn der Kühlung mit kalter Vollelektrolytlösung (30ml/kg, ca. 2000ml)
  • Anlage des Kühlkatheters so früh wie möglich. Maximale Kühlleistung, um die
  • Zieltemperaturn so schnell wie möglich zu erreichen.
  • Zieltemperatur 33°C für mindestens 12 Stunden, besser 24 Stunden mittels Coolguard- System
  • Anschließend Erwärmung mit 0,25–0,4°C/Stunde auf 36,5°C
  • Sicherstellung einer Normothermie für weitere 72 Stunden mittels Coolguard, alternativ mittels fiebersenkender Medikamente.

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