Kinderanästhesie - Beatmung

Michael Olbrecht  
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Beatmung während der Anästhesie

·         Beatmungsmodus: druckkontrolliert PCV oder PCV-VG (Druckkontrolliert mit Volumengarantie) mit PIP von 12-15 cmH2O, nachregulierten bis VT 6-8 ml/kg, PEEP 3-5 cmH2O

·         Atemfrequenz nach Alter (Frühgeborene 50/min, Neugeborene 40/min, Säuglinge 30/min, Kleinkinder 20/min, Schulkinder 15/min) - nachregulieren bis etCO2 im Normbereich

·         FiO2 0,3 bis 0,4

·         So früh wie möglich, natürlich in Abhängigkeit von der Operation, Spontanatmung mit Druckunterstützung (PSV) anstreben!

Merke

·         Die FRC nimmt beim liegenden und beatmeten Kind schnell ab!

·         Kinder haben bei Narkoseeinleitung eine geringere Apnoetoleranz!

·         Kinder neigen intraoperativ zur Atelektasenbildung

·         Die Effekte sind umso ausgeprägter, je kleiner die Kinder sind!

·         Der Magen sollte bei Säuglingen nach Intubation möglichst abgesaugt werden!

·         Ursachen für eine plötzliche Verschlechterung oder ausbleibende Verbesserung der Sauerstoffsättigung eines intubierten Kindes (DOPES!)

·         D - Dislokation des Tubus

·         O - Obstruktion des Tubus, Beatmungsfilters oder der Atemwege mit Sekret

·         P - Pneumothorax und Bronchospasmus (zu flache Narkose, Anaphylaxie, Aspiration, Eventerationssyndrom)

·         E - Equiqumentversagen (Beatmungsgerät, Beutel bzw. Kreissystem, Sauerstoffversorgung)

·         S - Stomach & Spezielles (überblähter Magen, seltene pulmonale bzw. pulmonal-vaskuläre Ursachen)

 

 
 
 
 
 

 
 

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