RA: Axillärer Plexus Hot

Michael Olbrecht  
1637   0   6   0   0  
RA: Axillärer Plexus

Axilläre Plexusblockade

Indikation:

Operationen ab Unterarm

Lagerung / Aufbau / Ultraschalleinstellungen

Abduktion des zu operierenden Armes um 90°. Ablage auf einer Armschiene oder stummen Schwester. à siehe Skizze

ML 6-15 Sonde in der Regel 15 MHz; in seltenen Ausnahmen 12 MHz.

Desinfektion, Materialien und Medikamente lt. klinikinternem Standard.

Durchführung

Aufsuchen der A. axillaris und der conjoint tendon als Leitstruktur. Um diese Strukturen sind die Nerven zu identifizieren. Komprimieren der Venen zur besseren Darstellung.

  1. medianus liegt meist oberhalb der A. axillaris (11 Uhr) Richtung M. biceps brachii und verläuft mit der Arterie. Der N. ulnaris ist meist oberhalb der Arterie in der kontralateralen Richtung des N. medianus (3 Uhr) und läuft am M. triceps zum Sulcus ulnaris. Der N. radialis befindet sich meist unterhalb der Arterie (6 Uhr) auf der conjoint tendon und ist oft vor einer Hydrodissektion nicht sicher zu identifizieren. Im Verlauf ist er auf der Rückseite des Humerus. Der N. musculocutaneus befindet sich im M. biceps brachii und ist durch das typische Phänomen des „Ägyptischen Auges“ zu identifizieren. Als Normvariante kann er einen späten Abgang aus dem lateralen Faszikel haben und noch am N. medianus angelagert sein. Dabei ist beim Distalsliding ein verspäteter Eintritt des Nerven in den Muskel sichtbar.

Nach der Lokalanästhesie sowie Hydrodissektion der subcutanen Faszien (Feldblockade für kleine Hautäste) wird der Plexus axillaris in Multiinjektionstechnik (mehrere Einstiche ggf. nötig) infiltriert. Entscheidung der zu blockierenden Nerven nach Dermatomen (siehe Bild als grobe Orientierung) und OP.

Injektion in kurzer Achse (SAX) in out of plane (OOPA).

SOP Kopfdaten

Alle anzeigen: HK Plauen
Bereich
Ärzte