Spinalanästhesie

Alexander Runge  
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Spinalanästhesie

Indikationen

·         urologische Eingriffen wir z.B. TUR-Blase, TUR-Prostata

·         Knie-TEP

·         Sectio cesarea

·         gefäßchirurgische Eingriffe an den unteren Extremitäten

 

Vorbereitung

·         Pajunk Set mit 25G Nadel

·         Ocenisept zur Hautdesinfektion

·         sterile Handschuhe, Mundschutz

·         ein Kittel ist NICHT erforderlich


Durchführung

·         Lagerung des Patienten: Patient sitzt auf dem OP-Tisch die Füße stehen auf einem Hocker

·         Der Punktionsort wird mittels Landmarken identifiziert: Tasten beider Beckenkämme. Die Horizontale Verbindungslinie entspricht LWK4 bzw. LWK3-LWK4

·         Der Punktionsort ist der Zwischenwirbelraum LWK3/4 oder LWK 2/3 (selten LWK 4/5)

·         Sprühdesinfektion mit Cutasept, dabei zwingend auf Einwirkzeit achten

·         Aufbringen eines Lochtuch

·         Durchführung einer Lokalanästhesie mit Xylonest 1%

·         horizontale Punktion zunächst mit der Führungskanüle (vollständiges Einführen bis auf Hautoberfläche). Anschließend Einführung der Spinalkanüle 25G mit Mandrin

·         Nach Erreichen des Subarachnoidalraums wird der Mandrin entfernt. Hier wird darauf geachtet, dass Liquor zurückkommt. Der Liquor muss klar sein

·         Falls der Subarachnoidalraum nicht identifiziert wurde, muss für den weiteren Spinalkanülenvorschub der Mandrin wieder eingeführt werden

·         Barbotage -> Schlierenbildung durch Liquor im Lokalanästhetikum

 Applikation

·         Bupivacain 0,5 % hyperbar (max 2,5 ml) oder Ropivacain 0,5 (3-5 ml; ggf. Dosisanpassung bei kleinen oder auch adipösen Patienten - hier wird die Dosis reduziert)

·         Nach Injektion des Lokalanästhetikums verbleibt die Spritze auf dem Konus der Spinalkanüle. Die Nadel wird komplett mit Spritze und Führungskanüle entfernt. Auf die Punktionsstelle wird ein steriles Pflaster aufgebracht

·         Der Patient wird nach Entfernung der Spinalkanüle wieder auf den Rücken gelegt

·         Im Verlauf erfolgt die Überprüfung der Höhenausbreitung, ggfl. Lagekorrektur


Postoperative Versorgung

·         Postoperativ gelangen die Patienten in den Aufwachraum

·         Die Überwachung erfolgt so lange, bis die Blockade rückläufig ist

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