Umgang mit der Larynxmaske Hot

Michael Olbrecht  
1993   0   0   0   0  

Standardmäßig erfolgt der Einsatz einer Larynxmaske der 1. Generation, d.h. einer Larynxmaske ohne Kanal für einen Magenschlauch. Grundvoraussetzung zur Anwendung ist die Nüchternheit des Patienten. Der inspiratorische Spitzendruck darf bei Larynxmasken der 1. Generation 20 cmH2O nicht übersteigen.

 

Die ProSeal Larynxmaske (Larynxmaske der 2. Generation) erlaubt erhöhte Beatmungsdrücke (25-30 cmH20) und erweitert damit das Einsatzspektrum der Larynxmaske. Nach fachärztlicher Indikation kann die ProSeal Larynxmaske bei Patienten mit Adipositas (BMI bis 35), bei laparoskopischen Eingriffen, bei (v.a. kurzen) Operationen in Bauchlage einer endotrachealen Intubation vorgezogen werden.

 

Obligate Tests  bei der Anwendung einer Pro Seal Larynxmaske:

  • positiver „Suprasternal Notch Test
  • negativer „Bubbletest
  • problemlose Anlage der Magensonde möglich
  • Oropharyngealer Leckagedruck > 25-30 cm H20
  • bestandener Maximaler-Minuten-Ventilationstest

 

Beide Larynxmasken (1. und 2. Generation) werden mit Cuffdruckmesser geblockt, hierbei beträgt der Cuffdruck maximal 60 cmH20.

 

Ein kontinuierliches Cuffdruckmonitoring ist bei Eingriffen mit zu erwartenden Änderungen des Atemwegsspitzendrucks / Cuffdruckes (z.B. in HNO) indiziert.

 

Achtung! Gefahr von Undichtheiten beim kontinuierlichen Messen (in Abhängigkeit vom verwendeten Cuffdruckmesser) => ggf. nachblocken.

Orientierende Größenauswahl

nach dem Körpergewichtnach dem Geschlechtnach der Körpergröße
50 - 70 kg Größe 4 Frauen Größe 5 < 175 cm Größe 4
70 - 100 kg Größe 5 Männer Größe 5 > 175 cm Größe 5

 

Ein weiterer Hinweis auf eine korrekte Lage der LMA-Spitze bietet der „suprasternal notch test“. Hierbei wird der Drainagekanal ebenfalls mit einem Tropfen Gel verschlossen und ein leichter Druck auf das Jugulum mit einem Finger ausgeübt. Bewegt sich das Gel synchron zu dem applizierten Druck, wird dies als Zeichen der korrekten Lage gewertet, da mit dem Druck die Spitze der LMA komprimiert wird und die Luftsäulenbewegung eine Bewegung des Gels bewirkt.

 

Als klinischer Test zur Überprüfung der korrekten Lage der LMA-Spitze kann der Magen-Leckage-Test („gastric leak test“ oder „bubble test“) verwendet werden, der für die PLMA und LMA Supreme™ beschrieben wurde. Wenn der Drainagekanal mit einem Tropfen Gel verschlossen wird und die LMA Spitze korrekt platziert wurde, entweicht keine Luft, und das Gel bleibt im Drainagekanal stehen. Bei inkorrekter Lage durch unzureichende Insertionstiefe oder Lage der LMA-Spitze vor den Stimmbändern entweicht beatmungssynchron Luft aus dem Drainagekanal, und das Gel wird herausgeblasen.

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