Umgang mit Maschinellen Autotransfusionen (MAT)

Umgang mit Maschinellen Autotransfusionen (MAT) Hot

Michael Olbrecht  
1962   0   0   0   0  

Umgang mit der Maschinellen Autotransfusion (MAT)

Die maschinelle Autotransfusion (MAT) ist seit Jahren ein etabliertes und  sicheres Verfahren zur Verringerung von Transfusionsrisiken.

Grundlagen

·         Der Einsatz bei malignen Tumoren ist kontraindiziert, da Tumorzellen nicht vollständig eliminiert werden können.

·         Die Verwendung von Heparin zur Antikoagulation bei MAT gilt bei vorliegender HIT als kontraindiziert. Es erfolgt keine vollständige Auswaschung und bereits geringe Restmengen Heparin können die HIT-Komplikationen auslösen. Als Alternative kommt Zitrat in Frage

·         Als reine Zitratlösung ist eine 4 %-ige Fertiglösung verfügbar (Sodium Citrate 4 % ®, 1 l-Beutel). Gegenüber Heparin bewirkt Zitrat mehr Hämolyse, aber eine geringere Komplement- und Thrombozytenaktivierung. Nachteilig ist die Kumulationsgefahr, wenn eine Leberinsuffizienz die Zitrat-Metabolisierung stark einschränkt. Weitere Informationen finden sich im rechts genannten Artikel (HELIOS Onlinebibliothek)

·         Die Antikoagulanslösung, d. h. die Substanz angesetzt in 1 l NaCl oder eine Fertiglösung, soll mindestens in einem Verhältnis von 1 : 5 dem Wundblut zugesetzt werden. Die Zuführung sollte eher großzügig erfolgen, denn jede Gerinnungsaktivierung erhöht die Kontamination mit biologisch aktiven Stoffen und jedes koagulierte Wundblut ist für eine Retransfusion verloren.Bei regelgerechtem Betrieb wird das Antikoagulans wie alle im Plasma gelösten Substanzen zu 90–99 % ausgewaschen.

·         Der Automatikbetrieb erreicht diese hohe Eliminationsrate am sichersten.

·         Im Gegensatz zu einem verringerten Waschvolumen oder einer erhöhten Aufbereitungsgeschwindigkeit (z. B. Notfall-Programme). Keine Substanz wird mit der MAT vollständig entfernt. Deshalb ist es bei der Abwägung wichtig, ob quantitative (z. B. mengenabhängige Gerinnungshemmung) oder potenzierende Zusammenhänge (allergische Reaktionen, Kaskadenaktivierung) zu berücksichtigen sind.

 

 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 

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